Projektabschluss: IMZ-Bildungsmonitoring

Das einjährige Projekt „IMZ-Bildungsmonitoring und Bildungsperspektiven für Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol“ wurde 2011 durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds (EIF), des Bundesministerium für Inneres (BMI) und des Landes Tirol kofinanziert.

Im Fokus der Untersuchungen standen einerseits Bildungsvoraussetzungen von Menschen mit Migrationshintergrund und andererseits die öffentlich finanzierte und arbeitsmarktpolitisch motivierte Aus- und Weiterbildung von erwerbsarbeitslosen Personen. Beteiligte Institutionen waren somit das AMS-Tirol als Auftraggeber für entsprechende Kursmaßnahmen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung als durchführende Institutionen. Die zentralen Forschungsfragen waren: "Wie reagieren diese Einrichtungen auf die Tatsache der Migrationsgesellschaft?" und "Welche Bildungsvoraussetzungen und Arbeitsmarkterfahrungen weisen Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol auf?"

Entlang dieser Fragestellungen wurde im Projekt auf vier Ebenen gearbeitet. Zunächst beschäftigten wir uns mit der Frage, inwieweit Interkulturelle Öffnung im AMS Tirol und in Einrichtungen der Erwachsenenbildung umgesetzt wird. Ins Blickfeld gerieten dabei die Interkulturelle Öffnung nach Innen (Anzahl und Position der MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, Fortbildungsangebote, Unternehmensgrundsätze) und die Interkulturelle Öffnung nach Außen (KundInnenorientierung, Öffentlichkeitsarbeit, Kursangebot). Entsprechende Daten wurden im Rahmen von Gruppendiskussionen, ExpertInneninterviews, Fragebogenerhebungen und Onlinerecherchen erhoben. Wie es um die Interkulturelle Öffnung bestellt ist, erfahren Sie in Studie 1.
Parallel dazu erfolgte eine Auswertung des Mikrozensus der Jahre 2008-2010, die Aufschluss über den Bildungsstand, die Bildungsbeteiligung und die Bildungsverwertung von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich und in Tirol gibt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Studie 2 veröffentlicht.
Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit von AMS Kursmaßnahmen untersucht und die Frage bearbeitet, wie sich ein Kursbesuch auf die weitere berufliche Entwicklung der TeilnehmerInnen auswirkt. Eine Auswertung der Arbeitsmarkdatenbank diente dazu als Datengrundlage. Details dazu finden Sie in Studie 3.
Schließlich warfen wir im Rahmen einer Kurzbefragung einen genaueren Blick auf Bildungs- und Arbeitsmarkterfahrungen von Personen, die Beratungsleistungen des ZeMiT in Anspruch nehmen. Mehr dazu erfahren Sie in Studie 4.

Mit den Kooperationspartnern vom Land Tirol (JUFF Fachbereich Integration, Servicestelle für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung), vom AMS Tirol, vom Haus der Begegnung und von der Universität Innsbruck (Institut für Erziehungswissenschaften) wurde am 21. November 2011 die 2. Tiroler Integrationsenquete zum Thema „Autobahn oder Sackgasse? Integration von Zugewanderten in die Arbeitswelt – Bildung als Königsweg?“ veranstaltet. Mehr als 100 TeilnehmerInnen folgten interessiert den Ausführungen von Franz Hamburger, Erol Yildiz, Barbara Herzog-Punzenberger und August Gächter. Am Nachmittag wurden Schwerpunktfragen zum Thema "Bildung in der Migrationsgesellschaft" in eigenen Arbeitskreisen diskutiert.
Hier finden Sie die Tagungsdokumentation sowie die Audiomitschnitte und Power-Point Vorträge der Tagung.

Wenn Sie an weiteren Informationen zum Projekt interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!