ElternWissen (ESF)

Das Projekt ElternWissen wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und umfasst eine Laufzeit von 2,5 Jahren. Neben dem BFI Tirol als Hauptantragsteller fungieren das ZeMiT - Zentrum für MigrantInnen in Tirol, das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck und der Verein Frauen aus allen Ländern als Projektpartner.

Im Projekt „ElternWissen – gemeinsam stark“ werden die Bildungsperspektiven von Personen, die durch unterschiedliche Armutsformen (Armut an ökonomischem, kulturellem, sozialem, symbolischem Kapital) benachteiligt sind, durch innovative Bildungsangebote erhöht. Die Bildung und das Empowerment von Eltern aus sozial schwachen Gruppen gelten im Projekt als Ansatzpunkt, um in weiterer Folge die Bildungs- und somit die Zukunftschancen ihrer Kinder zu erhöhen. Menschen mit Migrationshintergrund, die der Zielgruppe angehören, werden im Projekt besonders berücksichtigt.

Das Hauptziel von „ElternWissen – gemeinsam stark“ ist, Eltern bei der Gestaltung und Begleitung der (Aus)bildungswege ihrer Kinder zu unterstützen und ihre Selbsthilfekompetenz innerfamiliär und in familiären Netzwerken zu stärken. Dazu werden besonders geeignete Personen, die in einem Naheverhältnis zur Zielgruppe stehen, gesucht und zu sogenannten "ElternbegleiterInnen" ausbegildet.  Die Ausbildung umfasst die Aneigung von Wissen in Bildungsfragen ebenso wie die Stärkung sozialer Kompetenzen. Im Rahmen sogenannter "Bildungspartys" bieten die ElternbegleiterInnen schließlich Informationen und Gespräche zu den Themen Schulsystem, Erziehungskompetenz, Entwicklungsförderung und so fort. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit Themen, die für sie von besonderem Interesse sind, aus einem vorbereiteten Themensample auszuwählen. Um das Angebot der Bildungspartys niederschwllig gestalten zu können finden diese in Alltagsräumen statt, das können je nach Wunsch der Eltern Vereinsräumlichkeiten, Innenhöfe in Wohnanlagen oder Privatwohnungen sein. Zusätzlich zu den Bildungspartys werden vertiefende Vorträge angeboten, die ExpertInnen zu ausgewählten Themenbereichen abhalten. Um Eltern auf Angebote des Projekts aufmerksam zu machen werden in drei Tiroler Modellregionen besondere Highlights, wie Konzerte oder Kabarrettabende zur Unterhaltung im Allgemeinen und Bewerbung des Projekts im Besonderen angeboten.

Im Teilprojekt Forschung wird der Frage nachgegangen, wie Eltern in Familien, die von unterschiedlichen Armutsformen (Armut an ökonomischem, kulturellem, sozialem, symbolischem Kapital) betroffen sind, das österreichische Kinderbetreuungs- und Grundschulsystem erfahren und beurteilen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Erhebung und Analyse der unterschiedlichen Bildungsvorstellungen, -erwartungen, -delegation und -aufträge von Müttern und/oder Vätern gelegt im Hinblick auf eine erfolgreiche Bildung ihre Töchter und/oder Söhne, die nicht nur für die Bildungsbeteiligung an und für sich, sondern vor allem für die Bildungs- und Berufswahl eine ausschlaggebende Rolle spielen. Dabei wird die Relevanz der Wechselwirkungen verschiedener Differenzverhältnisse – Migrations-, Generations-, Geschlechter- und Milieudifferenzen – mitberücksichtig.

Projektstart: Februar 2012

www.elternwissen.co.at

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