Projekt JOIN-IN (im Rahmen von Equal 2)
Chancen für die Integration von jugendlichen MigrantInnen in Tirol
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Projektdauer: Juli 2005 bis Juni 2007
Jugendliche MigrantInnen sind, auch wenn Sie in Österreich aufgewachsen sind und zur 2. Generation zählen, überwiegend weniger in den Arbeitsmarkt integriert als einheimische Jugendliche. Die soziale Herkunft der Elterngeneration aus oft armen Gebieten der Auswanderungsländer und das unterdurchschnittliche Einkommen resultiert in defizitären Berufskarrieren der Kinder. Bei vielen MigrantInnen und ihren Eltern besteht auch ein mangelhaftes Bewusstsein bezüglich der Sinnhaftigkeit einer qualifizierten Berufsausbildung und -ausübung.
Gründe können Erfahrungen der Elterngeneration, ein Gefühl der Unzulänglichkeit und Chancenlosigkeit, mangelnde Information oder fehlende Vorbilder sein. Dazu kommt, daß viele Eltern nicht immer sicher sind, wie lange oder ob sie in Österreich bleiben möchten, somit fehlt diesen Familien eine umfassende Zukunfstplanung. Es führt dazu, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund (vor allem Mädchen) in vielen Berufsfeldern (und der dazugehörigen Ausbildung) unterdurchschnittlich präsent sind - sei es im Schul- und Universitätsbereich, sei es im Bereich der Lehrlingsausbildung.
Das schafft zum einen für jungen MigrantInnen Probleme beim Zugang zu qualifizierten Berufen am Arbeitsmarkt, zum anderen fehlen Menschen mit Migrationshintergrund in der Folge auch in Berufsgruppen, in denen eine große Nachfrage nach ihnen bestünde (Gesundheits- und Pflegeberufe, Erziehung und Schule, Logopädie, DisponentInnen,....).
Untersuchungen zeigen außerdem, dass nur eine geringe Bandbreite von IT-Berufen von migrantischen Jugendlichen gewählt wird. Durch den Einzug von IT bzw. IKT in viele Berufe, besonders in die mit größerem Zukunftspotenzial, werden Kenntnisse im Umgang mit neuen Medien zu Schlüsselqualifikationen. Wenn diese Kenntnisse jedoch auch noch ungleich verteilt sind, verschärft dies die Ungleichheit. Diese Jugendlichen werden also verstärkt zu Berufen tendieren, die durch niedrigen sozialen Status, geringe Bezahlung, wenig Aufstiegschancen und große Krisenanfälligkeit gekennzeichnet sind.
Primäre Zielgruppe: Jugendliche MigrantInnen im Alter der Berufsentscheidung/-wahl (15 - 25 Jahre) sowie bereits aus dem Bildungsprozess ausgeschiedene (HilfsarbeiterInnen, Arbeitslose) Jugendliche und solche, deren Berufsambitionen z.B. in der Lehre gescheitert sind.
Ziel der Entwicklungspartnerschaft ist die Integration und Reintegration von jugendlichen MigrantInnen in den Arbeitsmarkt und in qualifiziertere Berufe durch Erwerb von Grundqualifikationen.
Nationale Partner und transnationale Vernetzung
JOIN IN ist ein regionales EQUAL-Projekt in Tirol.
Internationale Partner sind drei Projekte in Deutschland, Frankreich und der Slowakei.
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update 2010: Join in als best practice (.pdf) in der 3. Ausgabe des Handbuchs zur Integration für Entscheidungsträger und Praktiker
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