IMZ-Bildungsmonitoring und Bildungsperspektiven für
Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol (EIF 2010)
Projektdauer:Jänner 2011 - Dezember 2011
ein Projekt im Rahmen des IMZ Informations- und Monitoringzentrum für Migration und Integration in Tirol
Das einjährige Projekt „IMZ-Bildungsmonitoring und Bildungsperspektiven für Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol“ wurde 2011 vom ZeMiT – Zentrum für MigrantInnen in Tirol durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds (EIF), des Bundesministerium für Inneres (BMI) und des Landes Tirol kofinanziert.Fragestellung:
Fortbildung und Weiterbildung sind in Zeiten prekärer Arbeitsverhältnisse und dem Abbau von Arbeitsplätzen in der produzierenden Industrie zentrale Anforderungen an ErwerbsarbeitnehmerInnen. Im Projekt widmeten wir uns dem Thema „Weiterbildung in der Migrationsgesellschaft“ und stellten dazu folgende Fragen:
• Gibt es spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund in den Erwachsenenbildungseinrichtungen Tirols?
• Spielt Interkulturelle Öffnung im AMS-Tirol und in Tiroler Einrichtungen der Erwachsenenbildung eine tragende Rolle?
• Welches Ausbildungsniveau weisen Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol auf?
• In welchem Ausmaß sind Menschen mit Migrationshintergrund von Dequalifizierung betroffen?
• Ist die zentrale Forderung nach "Bildung als Schlüssel zum Erfolg" für Menschen mit Migrationshintergrund eine Möglichkeit zum sozialen Aufstieg oder bleibt sie eine leere Floskel, die durch die mangelnde Bildungsverwertung bestärkt wird?
Vorgehensweise und Projektergebnisse:
Im Fokus der Untersuchungen stand die öffentlich finanzierte und arbeitsmarktpolitisch motivierte Aus- und Weiterbildung von erwerbsarbeitslosen Personen. Beteiligte Institutionen waren somit das AMS-Tirol als Auftraggeber und Einrichtungen der Erwachsenenbildung als durchführende Institutionen.
Im Projekt wurde auf vier Ebenen gearbeitet. Zunächst beschäftigten wir uns mit der Frage, inwieweit Interkulturelle Öffnung im AMS Tirol und in Einrichtungen der Erwachsenenbildung umgesetzt wird. Ins Blickfeld gerieten dabei die Interkulturelle Öffnung nach Innen (Anzahl und Position der MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, Fortbildungsangebote, Unternehmensgrundsätze) und die Interkulturelle Öffnung nach Außen (KundInnenorientierung, Öffentlichkeitsarbeit, Kursangebot). Entsprechende Daten wurden im Rahmen von Gruppendiskussionen, ExpertInneninterviews, Fragebogenerhebungen und Onlinerecherchen erhoben. Wie es um die Interkulturelle Öffnung bestellt ist, erfahren Sie in Studie 1.
Parallel dazu erfolgte eine Auswertung des Mikrozensus der Jahre 2008-2010, die Aufschluss über den Bildungsstand, die Bildungsbeteiligung und die Bildungsverwertung von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich und in Tirol gibt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Studie 2 veröffentlicht.
Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit von AMS Kursmaßnahmen untersucht und die Frage bearbeitet, wie sich ein Kursbesuch auf die weitere berufliche Entwicklung der TeilnehmerInnen auswirkt. Eine Auswertung der Arbeitsmarkdatenbank diente dazu als Datengrundlage. Details dazu finden Sie in Studie 3.
Schließlich warfen wir im Rahmen einer Kurzbefragung einen genaueren Blick auf die Bildungs- und Arbeitsmarkterfahrungen der ZeMiT KundInnen. Mehr dazu erfahren Sie in Studie 4.
Mit den Kooperationspartnern vom Land Tirol (JUFF Fachbereich Integration, Servicestelle für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung), vom AMS Tirol, vom Haus der Begegnung und von der Universität Innsbruck (Institut für Erziehungswissenschaften) wurde am 21. November 2011 die 2. Tiroler Integrationsenquete zum Thema „Autobahn oder Sackgasse? Integration von Zugewanderten in die Arbeitswelt – Bildung als Königsweg?“ veranstaltet. Mehr als 100 TeilnehmerInnen folgten interessiert den Ausführungen von Franz Hamburger, Erol Yildiz, Barbara Herzog-Punzenberger und August Gächter. Am Nachmittag wurden Schwerpunktfragen zum Thema "Bildung in der Migrationsgesellschaft" in eigenen Arbeitskreisen diskutiert.
Hier finden Sie die Tagungsdokumentation sowie die Audiomitschnitte und Power-Point Vorträge der Tagung.
Wenn Sie an weiteren Informationen zum Projekt interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

