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Walking Solidarity

AM 18.Oktober fand im Rahmen des tki open Projektes “Remembering 2015” ein Solidarity Walk statt, der Teilnehmende von der Hungerburg über den Rosnerweg zum Thaurer Schlössl führte. Die Wanderung war die dritte, mit der die Literaturwissenschaftlerin Helga Ramsey-Kurz vom Institut für Anglistik die international vielbeachtete Initiative Refugee Tales (refugeetales.org) unterstützte. Diese von renommierten AutorInnen, WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und in NGOs engagierten BürgerInnen getragene Initiative beging am 18. Oktober in Großbritannien den National Day of Solidarity to End Immigration Detention und plädierte einmal mehr mit einer Wanderung in Südengland für eine menschenrechtskonforme Behandlung von Geflüchteten. Seit zehn Jahren verweist Refugee Tales darauf, dass die in Großbritannien praktizierte Festhaltung von ImmigrantInnen in Hochsicherheitsgefängnissen nicht nur einen Bruch internationaler aber auch nationaler Gesetze, sondern eine höchst bedenkliche Gefahr der Unterwanderung von Rechtsstaatlichkeit darstellt.

Dem Vorbild von Refugee Tales folgend, nützten die TeilnehmerInnen an dem Solidarity Walk von Innsbruck nach Thaur die Wanderung zu Gesprächen über Flucht und die Situation von Asylwerber:innen in Österreichgeteilt. Das dabei auch Wissen über das Rückkehrzentrum Bürglkopf geteilt wurde, ist wenig überraschend und wohl auch ein wenig dem Ziel der Wanderung geschuldet, regt doch die Burgruine Thaur auch heute noch zum Nachdenken an über Formen der Landesverteidigung und Abwehr Fremder, der Inhaftierung von Menschen, für die auch das Thaurer Schlössl verwendet wurde --  zwar nicht während seiner Glanzzeit, sehr wohl aber ausgerechnet nach seinem Verfall. Die Gelassenheit, mit der seine Mauerreste sich heute in die Landschaft fügen und den Blick weit ins Inntal freigeben, könnte einen dazu verleiten, sich ein ähnliches Schicksal/eine ähnliche Geschichte für Bürglkopf zu wünschen/vorzustellen.

Eine Rückschau von Helga Ramsey-Kurz

Zwischenstopp Teeküche - Zeit zum Austausch von Geschichte und -N.

#DIGNITY NOT DETENTION

Die Mauern der Burgruine Thaur und der idyllische Ausblick regen zum Nachdenken an: Das einstige Schlössl wurde nach seinem Verfall zur Stätte der Inhaftierung von Menschen.

Am Ziel?

Die geteilte Jause - so köstlich wie am Bild! Dank englischer Beteiligung gab es auch Tee mit kandierten Ingwerstücken. Delicious!