Antifaschistische Broschüre "gemeinsam gegen rechts" präsentiert

Als Ergebnis eines vom ZeMiT unterstützten Projekts legt eine Gruppe engagierter Menschen die antifaschistische Broschüre "gemeinsam gegen rechts" vor, die am 4. Mai in Innsbruck präsentiert wurde. Mit der finanziellen Unterstützung mehrerer Organisationen ist es gelungen, die 40-seitige Broschüre zu erstellen und in einer Auflage von 2.000 Stück drucken zu lassen.

Hier ein Auszug aus dem Vorwort der Broschüre "gemeinsam gegen rechts":
"Rassismus und Rechtsextremismus kommen aus der Mitte der Gesellschaft und sind keine Randphänomene. Der ideologische Nährboden für Gewalt an Menschen, die meistens einer sozialen Minderheit angehören (Ausländer_innen, Migrant_innen, Flüchtlinge, Juden und Jüdinnen, Muslime und Muslimas, Schwule und Lesben, Roma und Sinti, Erwerbs-/Arbeitslose) wird jeden Tag über Medien, Politiker_innensprache und Alltagskultur aufbereitet.

Dass diese Vorurteile jedoch nicht zutreffen und nur dazu dienen, bestehende Ungleichheiten zwischen Menschen aufrechtzuerhalten, wird aber selten zum Thema gemacht. Wie kann es sonst sein, dass Migrant_innen und „Einheimische", die dieselben schlecht bezahlten Arbeiten erledigen (müssen) gegeneinander ausgespielt werden und sich nicht gemeinsam gegen ungerechte Löhne, rassistische Gesetze oder Ungleichbehandlung zur Wehr setzen? In einer Zeit, in der wieder einmal Flüchtlingsheime, Moscheen, Kultur- und Vereinslokale durch Rechtsextremist_innen beschädigt oder in Brand gesetzt und Menschen wegen ihrer Herkunft, politischen Überzeugung oder sexuellen Orientierung gejagt, verletzt oder sogar ermordet werden, sehen wir einen dringenden und drängenden Handlungsbedarf.
Wir möchten die Leser_innen mit dieser Broschüre ermuntern, hinzusehen statt wegzuschauen und aktiv zu werden gegen Rassismus und Rechtsextremismus."

Die Broschüre kann unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it kostenlos bestellt
oder hier heruntergeladen werden:

pdfBroschüre "gemeinsam gegen rechts"
gemeinsam gegen_rechts
 

2012 starten zwei neue ESF Projekte im ZeMiT

2012 kann das ZeMiT erneut Erfolge bei Projekteinreichungen aufweisen. Die Projekte "Elternwissen" und "PerspektivenBildung" werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und umfassen eine Laufzeit von 2,5 Jahren. Projektstart ist jeweils Feburar 2012.

Beim Projekt "Elternwissen - gemeinsam stark" fungieren neben dem BFI Tirol als Hauptantragsteller das ZeMiT, das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck und der Verein Frauen aus allen Ländern als Projektpartner.
Im Projekt werden die Bildungsperspektiven von Personen, die durch unterschiedliche Armutsformen (Armut an ökonomischem, kulturellem, sozialem, symbolischem Kapital) benachteiligt sind, durch innovative Bildungsangebote erhöht. Die Bildung und das Empowerment von Eltern aus sozial schwachen Gruppen gelten im Projekt als Ansatzpunkt, um in weiterer Folge die Bildungs- und somit die Zukunftschancen ihrer Kinder zu erhöhen. Menschen mit Migrationshintergrund, die der Zielgruppe angehören, werden im Projekt besonders berücksichtigt.

Das Projekt "PerspektivenBildung" wurde ebenfalls in Kooperation mit dem BFI Tirol beantragt. Die Hafelekar Unternehmensberatung,  das Zentrum für Soziale Innovation und das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck sind zusätzliche Projektpartner.
Zentrales Projektziel ist die Erforschung von jugendlichen Lebens- und Lernwelten, um Unterschiede in der Bildungsbeteiligung analysieren und neue Lernformate für die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen entwickeln zu können. Jugendliche der zweiten Zuwanderergeneration stehen dabei im Fokus der Aufmerksamkeit.

Hier finden Sie nähere Informationen zu
"Elternwissen"
"PerspektivenBildung"
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Projektabschluss: IMZ-Bildungsmonitoring

Das einjährige Projekt „IMZ-Bildungsmonitoring und Bildungsperspektiven für Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol“ wurde 2011 durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds (EIF), des Bundesministerium für Inneres (BMI) und des Landes Tirol kofinanziert.

Im Fokus der Untersuchungen standen einerseits Bildungsvoraussetzungen von Menschen mit Migrationshintergrund und andererseits die öffentlich finanzierte und arbeitsmarktpolitisch motivierte Aus- und Weiterbildung von erwerbsarbeitslosen Personen. Beteiligte Institutionen waren somit das AMS-Tirol als Auftraggeber für entsprechende Kursmaßnahmen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung als durchführende Institutionen. Die zentralen Forschungsfragen waren: "Wie reagieren diese Einrichtungen auf die Tatsache der Migrationsgesellschaft?" und "Welche Bildungsvoraussetzungen und Arbeitsmarkterfahrungen weisen Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol auf?"

Entlang dieser Fragestellungen wurde im Projekt auf vier Ebenen gearbeitet. Zunächst beschäftigten wir uns mit der Frage, inwieweit Interkulturelle Öffnung im AMS Tirol und in Einrichtungen der Erwachsenenbildung umgesetzt wird. Ins Blickfeld gerieten dabei die Interkulturelle Öffnung nach Innen (Anzahl und Position der MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, Fortbildungsangebote, Unternehmensgrundsätze) und die Interkulturelle Öffnung nach Außen (KundInnenorientierung, Öffentlichkeitsarbeit, Kursangebot). Entsprechende Daten wurden im Rahmen von Gruppendiskussionen, ExpertInneninterviews, Fragebogenerhebungen und Onlinerecherchen erhoben. Wie es um die Interkulturelle Öffnung bestellt ist, erfahren Sie in Studie 1.
Parallel dazu erfolgte eine Auswertung des Mikrozensus der Jahre 2008-2010, die Aufschluss über den Bildungsstand, die Bildungsbeteiligung und die Bildungsverwertung von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich und in Tirol gibt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind in Studie 2 veröffentlicht.
Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit von AMS Kursmaßnahmen untersucht und die Frage bearbeitet, wie sich ein Kursbesuch auf die weitere berufliche Entwicklung der TeilnehmerInnen auswirkt. Eine Auswertung der Arbeitsmarkdatenbank diente dazu als Datengrundlage. Details dazu finden Sie in Studie 3.
Schließlich warfen wir im Rahmen einer Kurzbefragung einen genaueren Blick auf Bildungs- und Arbeitsmarkterfahrungen von Personen, die Beratungsleistungen des ZeMiT in Anspruch nehmen. Mehr dazu erfahren Sie in Studie 4.

Mit den Kooperationspartnern vom Land Tirol (JUFF Fachbereich Integration, Servicestelle für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung), vom AMS Tirol, vom Haus der Begegnung und von der Universität Innsbruck (Institut für Erziehungswissenschaften) wurde am 21. November 2011 die 2. Tiroler Integrationsenquete zum Thema „Autobahn oder Sackgasse? Integration von Zugewanderten in die Arbeitswelt – Bildung als Königsweg?“ veranstaltet. Mehr als 100 TeilnehmerInnen folgten interessiert den Ausführungen von Franz Hamburger, Erol Yildiz, Barbara Herzog-Punzenberger und August Gächter. Am Nachmittag wurden Schwerpunktfragen zum Thema "Bildung in der Migrationsgesellschaft" in eigenen Arbeitskreisen diskutiert.
Hier finden Sie die Tagungsdokumentation sowie die Audiomitschnitte und Power-Point Vorträge der Tagung.

Wenn Sie an weiteren Informationen zum Projekt interessiert sind, wenden Sie sich bitte an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 

Fortsetzung des ZeMiT Lehrgangs zum österreichischen Fremdenrecht

Nach der erfolgreichen Durchführung von Modul 1 des ZeMiT Lehrgangs im November 2011 finden im Frühjahr 2012 die Module 2 und 3 der dreiteiligen Veranstaltungsreihe, die aus Mitteln der österreichischen Gesellschaft für politische Bildung kofinanziert wird,  statt.

Am Freitag, 16. März 2012 wird von 13:00 - 17:00 Uhr das Modul 2 mit dem Titel "Familienleben und das österreichische Fremdenrecht" durchgeführt. Als ReferentInnen konnten wir Dr. Paul Delazer, Rechtsanwalt in Innsbruck und langjähriger Kenner der Materie und Mag.a Selma Yildirim, Juristin im Fachbereich für Familienbeihilfe im Finanzamt Innsbruck gewinnen. Vorgestellt und diskutiert werden Regelungen zum Familiennachzug, Unterstützungsleistungen für Familien sowie die Themen "Gewalt in der Familie" und "Scheidung".

Durch das Modul 3 zum Thema "Bleiberecht und das Familienleben" führt am Freitag, 20. April 2012 von 13:00 - 17:00 wiederum Dr. Paul Delazer. Neben einer Vertiefung der Themen "Familienleben unter besonderer Berücksichtigung des humanitären Aufenthaltsrechts" und "Statuswechsel vom Asyl zum Aufenthaltsrecht" gibt es auch Zeit für eine allgemeine Fragestunde zu Problemen aus dem Fremdenrecht.

Veranstaltungsort für beide Module ist der ÖGB Saal am Südtiroler Platz 14 – 16 in Innsbruck. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Modul 20 €. Für die Teilnahme werden Grundkenntnisse im Bereich Fremdenrecht vorausgesetzt. Anmeldungen für die Module 2 und 3 sind ab sofort unter der Mailadresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it möglich. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Namen, Ihre Einrichtung, Ihre Kontaktdaten (email, Telefonnummer) und das bzw. die Module, die Sie besuchen möchten, an. Details zu den Zahlungsmodalitäten erhalten Sie persönlich nach Ihrer Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 7. März 2011

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